Swype – Tipps und Tricks beim SMS- und e-Mail-Schreiben

Author: Petra  //  Category: Android, Mobiltelefone

T9 war gestern, Swype ist heute!

Und für alle die, die sich fragen: “was ist T9? Was ist Swype?” kommt hier die kurze Erklärung:

T9 war das System für das SMS-Schreiben, bei dem man nicht so oft auf die entsprechende Taste auf dem Handy tippen musste, bis der gewünschte Buchstabe erschien, sondern jede Taste nur einmal antippen musste und das Handy “erriet” dann aus der angetippten Kombination, welches Wort gemeint war. Das klappte erstaunlich gut. Viel SMS-er konnten damit in einer geradezu unglaublichen Geschwindigkeit tippen.

Die neuen Smartphones, die ja über eine virtuelle QWERTZ-Tastatur verfügen, werden nun mit einer neuen Tipphilfe ausgeliefert: Swype! Dabei tippt man nicht jeden Buchstaben an, sondern wischt von Buchstabe zu Buchstabe ein ganzes Wort und das Handy “errät” wieder, welches Wort gemeint ist. Auch das funktioniert schon sehr gut. Beim normalen Tippen vertut man sich doch relativ oft, weil man auf den kleinen Displays eben häufig einen Nachbarbuchstaben erwischt.

Pfeiltasten und Sonderfunktionen auf der Swype-Tastatur

Mit dieser Swype-Bewegung ruft man Cursor-Tasten und Sonderfunktionen auf

Mit dieser Swype-Bewegung ruft man Cursor-Tasten und Sonderfunktionen auf

Beim Swypen muss man aber ein paar Dinge wissen. Zum Beispiel gibt es auf der Swype-Tastatur nicht die Pfeiltasten, mit denen man auf der normalen Android-Tastatur zu der Stelle im Wort navigieren kann, die man korrigieren will. Und mit dem Finger genau die Stelle zu treffen, das ist fast ein Ding der Unmöglichkeit. Aber es gibt sie, diese Pfeiltasten, man muss nur wissen, wie man hinkommt!

Pfeiltasten und weitere Funktionen wie Ausschneiden und Einfügen oder Bild auf und Bild ab findet man, wenn man von der Swype-Taste zur SYM-Taste swyped, also wischt. Die Swype-Taste ist links unten und zeigt einen Finger, der eine blaue, s-förmige Linie gewischt hat.

Wörter ins Swype-Wörterbuch einfügen und daraus wieder löschen

Die Swype-Taste ermöglicht es auch, Wörter ins Wörterbuch einzufügen und daraus wieder zu löschen. Habt Ihr ein Wort geswyped, das von Swype nicht erkannt wurde, dann tippt es ein und tippt dann mit dem Finger zweimal schnell hintereinander darauf (sozusagen ein Doppelklick), um es zu markieren. Wenn es markiert ist, tippt auf die Swype-Taste und schon wird es dem Wörterbuch hinzugefügt. Wenn es ein Wort gibt, das ihr aus dem Wörterbuch löschen wollt, geht es genauso: Das Wort eingeben, darauf doppeltippen, so dass es markiert ist und dann auf die Swype-Taste tippen.

Motorola Defy – Erste Erfahrungen – Synchronisierung mit PC, Kontakte bearbeiten, USB-Verbindung mit Ubuntu und Swype

Author: Petra  //  Category: Android, Mobiltelefone

Seit einigen Tagen bin ich nun glückliche Besitzerin eines Motorola Defy. Ich habe also auf die Hardware-Tastatur verzichtet, weil das Motorola Milestone 2 150 EUR teurer gewesen wäre und es mir das doch alles nicht wert war. Ansonsten war das Defy das einzige Handy, das meinen Ansprüchen gerecht wurde:

  • Relativ guter Prozessor (800 MHz)
  • Genug Arbeitsspeicher (512 MB interner RAM; 2GB interner ROM)
  • Aktuelles Android (ist noch 2.1, soll aber irgendwann 2011 upgedatet werden)
  • Einigermaßen vernünftige Kamera (5 MP, LED Licht)
  • Gutes Display (3,7 Zoll, Auflösung 480 x 854 Pixel)
  • aGPS
  • Gute Sprachqualität bei Telefonaten
  • Ein halbwegs akzeptabler Preis (ca. 350 EUR)

Gesamteindruck

Ich finde das Defy sehr schön, es liegt gut in der Hand und lässt sich sehr flüssig über das kapazitative Display bedienen. Man muss sich sogar sehr daran gewöhnen, nicht an die vier außerhalb des eigentlichen Displays angebrachten Funktionstasten zu kommen, da die auch sehr sensibel reagieren.

Etwas sinnlos ist die notwendige Registrierung bei Motoblur, Motoblur macht sogar Probleme, wenn man seine Kontakte bearbeiten möchte, dazu aber später mehr.

Virtuelle Tastatur und Swype

Die virtuelle Tastatur - nicht die Android-Tastatur, links oben die Swype-Taste

Die virtuelle Tastatur - nicht die Android-Tastatur, links oben die Swype-Taste

Gerade am Anfang fand ich es schrecklich schwer, die notwendigen Angaben mit der virtuellen Tastatur zu tippen. Es hilft dann sehr, das Defy quer zu halten, so dass die Tasten größer werden. Anders als bei der normalen Android-Tastatur fehlen beim Defy die Pfeiltasten, um im Text an eine bestimmte Stelle zu kommen. Um diese Pfeiltasten zu bekommen, muss man eine Swype-Bewegung von der Swype-Taste zur Shift-Taste machen, dann hat man noch mehr Bearbeitungsmöglichkeiten zur Verfügung. Überhaupt ist Swype ziemlich klasse. Man wischt damit ein ganzes Wort auf einmal ein, indem man mit dem Finger von Buchstabe zu Buchstabe zieht, und das funktioniert erstaunlich gut!

Probleme

Zwei ernsthafte Probleme konnte ich auch lösen, jedoch nicht, ohne lange zu googeln und einiges auszuprobieren.

Mit dem PC per USB auf die Speicherkarte zugreifen (unter Ubuntu)

Hier stellt man die USB-Verbindung ein

Hier stellt man die USB-Verbindung ein

Das erste war, dass ich mein Motorola nicht mit dem Rechner verbinden konnte. Zwar wurde es erkannt, aber lediglich eine .exe-Datei und einige andere Windows-spezifische Dateien wurden mir angezeigt. Nun bin ich ja Linux-Userin und kann damit gar nichts anfangen (Wine brachte auch keine Ergebnisse). Im Motorola-Forum sagte ein Mitarbeiter, Synchronisationssoftware gäbe es nur für Windows und Mac.

Irgendwo fand ich den Hinweis, es könne helfen, in den Einstellungen unter Anwendungen/Entwicklung den Debugging-Modus einzuschalten. Das funktionierte einmal halb, mir wurden Daten angezeigt, die aber scheinbar nicht die Speicherkarte betrafen und auf die kam es mir an, ich will Musik auf das Handy spielen und Fotos und Texte vom Handy auf den Rechner holen. Als ich dann nach “Massenspeicher” (so kann man bei Android 1.6 die USB-Verbindung einstellen) googelte, fand ich schließlich die Lösung: Oben in der Status-Leiste erscheint bei der USB-Verbindung ja das USB-Symbol. Wenn man jetzt die Leiste öffnet/herunterzieht, kann man auf die USB-Verbindung klicken und dort “Speicherkartenzugriff” auswählen. Voilà! Schon wird mir die SD-Karte als  2,0 GB-Dateisystem angezeigt und ich kann darauf schreiben und sie auslesen.

Kontakte auslesen und mit Google synchronisieren

Das zweite war noch trickreicher, nämlich die Bearbeitung meiner Kontakte. Ich hatte sie von meinem alten Handy auf die Simkarte schreiben lassen und dann mit der App für die Simkarten-Bearbeitung wieder ausgelesen. Nun kamen sie in hübsch verstümmelter Form auf dem Defy an. Sie mit dem virtuellen Keyboard alle einzeln zu bearbeiten macht wenig Spaß, und so war mein erster Gedanke, dass dazu ja Motoblur sinnvoll sein könnte. Also dort eingeloggt und festgestellt, dass man sich die Daten, die dort vom Handy gespeichert sind, nicht anzeigen lassen kann. Es gibt aber eine Funktion, mit der man eine CSV-Datei von den Kontakten machen kann, die man auf dem Telefon hat. Flugs auf den entsprechenden Button geklickt und eine schöne “internal error”-Fehlermeldung bekommen, die übrigens heute immer noch dort erscheint.

Eigentlich sollten sich die Kontakte völlig problemlos mit Google synchronisieren lassen. Was ich auf Google eingab, erschien dann auch auf meinem Handy, leider aber nicht das umgekehrte. Im Internet recherchiert fand ich dann, dass man bei Motorola wohl schon lange das Problem hat, dass importierte Kontakte beim Importieren entweder dem Speicherort Google zugeordnet werden oder aber nicht und in letzterem Fall lässt sich das auch nicht mehr ändern. Ich hatte aber beim Importieren gar keine Möglichkeit gehabt, einen Speicherort anzugeben.

Wie heißt es in der Sesamstraße so schön? “There’s an app for that” – und so gibt es auch eine App, um aus den Kontakten eine CVS-Datei zu machen. Diese bei Google einzulesen, war dann kein Problem. Leider jedoch wurden die dort bearbeiteten Kontakte nicht zurück synchronisiert, sondern weiterhin in der kryptischen Form angezeigt wie vorher, z. B. Müller;Sabine/1 und Müller;Sabine/2 (wenn ich von Sabine Müller zwei Telefonnummern hatte).

Hier sieht man, welchem Telefonbuch ein Kontakt zugeordnet ist

Hier sieht man, welchem Telefonbuch ein Kontakt zugeordnet ist

Beim fleißigen Herumklicken stellte ich dann fest, dass jeder meiner Kontakte sowohl dem Adressebuch Google als auch dem Adressbuch Motoblur zugeordnet war. Wählte man Google aus, dann sah man den bearbeiteten Kontakt. Obwohl man in den Einstellungen Adressbücher ein- und ausblenden kann, erschienen trotzdem in der Übersicht immer nur die verstümmelten Motoblur-Adressbuch-Daten. Also löschte ich jede einzelne Adresse von Hand, nachdem ich vorher bei GoogleMail eine CSV-Datei mit allen Daten abgelegt hatte. Dann waren sie in allen Adressbüchern meines Handys gelöscht und bei GoogleMail auch. Dort las ich dann die gespeicherte CSV-Datei wieder ein, bearbeitete sie und dann erschienen sie auch endlich im Handy korrekt.

Seither sind mein Motorola Defy und ich die besten Freunde. :-)

Das perfekte Handy?

Author: Petra  //  Category: Android, Hardware, Mobiltelefone

Für mich gibt es das derzeit nicht. Ich suche nämlich ein Handy mit einer richtig guten Kamera und Blitz. Es soll aber auch ein Android-Gerät sein, weil ich auf meinem Archos 5 IT täglich sehe, wie gut mir das gefällt, und welche nützlichen Apps es gibt. Am liebsten hätte ich auch eine QWERTZ-Tastatur, die ist aber nicht Bedingung. Zu groß soll es nicht sein, aber auch nicht zu klein und aGPS hätte ich gern.

Motorola Milestone 2

Motorola Milestone 2

Im Dezember soll das Motorola Milestone 2 kommen, das ist dann auch schnell genug und – wenn die Kamera ok ist – verfügt über alles, was ich brauche. Allerdings ist es nicht gerade billig: Amazon bietet es zum Vorbestellen für 499,99 EUR an. *hust* Es ist aber mit Tastatur, 1 GHz Prozessor, 512 MB Arbeitsspeicher, Tastatur, Dual-LED-Blitz und verbesserter 5-MP-Kamera wirklich gut ausgestattet.

Ich fragte neulich schon, warum man eigentlich nicht sein Handy selbst zusammenstellen kann, analog zum Computer. Da kann man ja auch entscheiden, ob einem eine schnelle Grafikkarte wichtig ist oder eher eine große Festplatte usw.

Tatsächlich scheint es sowas demnächst zu geben. Bei Synapse Smartphones kann man tatsächlich wählen, wie groß die Kamera sein soll, ob man WLan braucht, welche Ausgänge das Gerät haben soll, wie groß der Arbeitsspeicher sein wird und noch einiges mehr. Allerdings werden die Handys auf jeden Fall mit Android 2.2 ausgeliefert, da hat man keine Wahlmöglichkeit.

Falls die Kamera etwas taugt (man kann zwischen 5, 8 und 12 MP wählen und auch ein LED oder Xenon-Flash einbauen lassen), wäre das durchaus was für mich. Da fehlt dann nur die Tastatur, aber daran soll es nicht scheitern. Das von mir konfigurierte Handy würde knapp 400 EUR kosten, da spare ich 100 gegenüber dem Milestone 2 und habe eine Kamera mit mehr MP und echtem Xenon-Blitz. Tja, wir werden sehen…

Bisher kann man dort erst vorbestellen und die ersten Geräte werden erst 2011 ausgeliefert. Da man per Vorkasse dabei ist, werde ich auf die ersten Kundenrückmeldungen warten. Oder habe bis dahin doch das Motorola gekauft. Oder was anderes. ;-)