Anno Online – Browsergame für die Fans von Anno 1602 und Konsorten

Author: Petra  //  Category: Allgemein, Browsergames, Computerspiele
So lädt Anno Online

So lädt Anno Online

Seit einigen Wochen habe ich ein Browsergame für mich entdeckt, das mir richtig gut gefällt: Anno Online. Ich habe immer schon gerne Aufbauspiele gespielt, sei es Siedler, Age of Empires oder Sim City. Auch eine Version von Anno habe ich früher gespielt, allerdings nicht so lange wie die anderen Spiele.

Die online-Version hält mich allerdings in ihrem Bann. Nicht nur hat sie die schönste Grafik, die ich von einem Browser-Spiel kenne, auch mag ich die Ausgewogenheit zwischen Tutorial und dem eigentlichen Spiel. Mir gefällt z. B.  Die Siedler Online nicht, weil man dort tagelang immer nur das macht, was das Tutorial sagt und kaum den Eindruck hat, eigenmächtig zu spielen.

Wer eine online-Version eines Spiels dieser Art beginnt, sollte sich allerdings klar machen, dass es anders funktioniert, als eine PC-Version. Man braucht viel Geduld, weil die Holzfäller erstmal Holz fällen müssen, die Schiffe viele Minuten brauchen, um andere Inseln zu erreichen usw. Gerade am Anfang kann man oft nur eine Viertelstunde spielen und dann ist erstmal nichts mehr zu tun und man schließt am besten den prozessorlastigen Tab (sofort hört der Lüfter auf zu lüften) für ein Stündchen oder zwei, bis die Weizenfarm neues Getreide geerntet hat, der Steinmetz für Baumaterial gesorgt hat und der Verkauf von Apfelmost das nötige Geld für weitere Bauten oder Schiffe erwirtschaftet hat.

Eine meiner Inseln, die meine Hauptinseln mit Zusatzprodukten versorgt

Eine meiner Inseln, die meine Hauptinseln mit Zusatzprodukten versorgt

Jetzt, nach ungefähr drei Wochen, besitze ich vier Inseln, habe eine Bevölkerung von über 8000 Bürgern, baue meine erste Bibliothek und es kommen stetig neue Anreize dazu, weiterzuspielen. Nun kann ich auch gelegentlich eine Stunde am Stück spielen ohne zu viele Pausen dazwischen, denn ich will die Handelsrouten zwischen meinen Inseln optimieren, von einer kleinen Kräuterinsel auf eine größere umziehen und was man sonst noch so als Herrscher eines Reiches zu tun hat. :-D

Noch zwei wichtige Themen: Kämpfe und Bezahlung.

Anno Online ist ein weitgehend friedliches Spiel. Auf meinen Inseln bin ich sicher. Es kommt niemand – weder ein virtueller Gegner noch ein Mitspieler – der mich angreift, meine Städte verwüstet oder meine Ressourcen kapert. Wer will, kann mit Schiffen in den Kampf gegen Piraten ziehen. Das finden die einen Spieler spannend, die andere doof. Es gibt Kritik an der Programmierung. Dazu kann ich nichts sagen, denn ich habe die Piraten bisher sich selbst überlassen.

Das Thema “Bezahlung” ist komplexer. Das meiste im Spiel wird mit Goldmünzen bezahlt und darüber funktioniert auch der Handel der Spieler untereinander. Zusätzlich gibt es Rubine. Mit ihnen kann man z. B. besondere Bauwerke kaufen, spezielle Schiffe, die Möglichkeit, weitere Inseln zu erwerben und auch Inseln selbst. Bis zu meinem Spielstand war es nicht notwendig, diese Rubine gegen echte Euro zu kaufen. Ich habe trotzdem ein preiswertes Startpaket gekauft, weil es einige Vorgänge stark beschleunigt und komfortabler macht. Außerdem bin ich bereit, moderate Beträge (in meinem Fall 10 Euro) auszugeben, wenn mir ein Spiel wirklich Spaß macht – irgendwie wollen ja auch die Programmierer und Server finanziert werden! Was ich nicht mag, ist ein Zwang, virtuelle Währung zu kaufen, auch wenn vorher suggeriert wird, dass das Spiel eigentlich kostenlos ist. Das ist bei vielen online-Spielen und Spiele-Apps der Fall. Man beginnt ein Spiel und nach ein paar Tagen wird auf einmal klar: ohne einen Kauf kann man nicht wirklich weiterspielen. So ist es bei Anno Online nicht und das schätze ich sehr.