Motorola Defy – Erste Erfahrungen – Synchronisierung mit PC, Kontakte bearbeiten, USB-Verbindung mit Ubuntu und Swype

Author: Petra  //  Category: Android, Mobiltelefone

Seit einigen Tagen bin ich nun glückliche Besitzerin eines Motorola Defy. Ich habe also auf die Hardware-Tastatur verzichtet, weil das Motorola Milestone 2 150 EUR teurer gewesen wäre und es mir das doch alles nicht wert war. Ansonsten war das Defy das einzige Handy, das meinen Ansprüchen gerecht wurde:

  • Relativ guter Prozessor (800 MHz)
  • Genug Arbeitsspeicher (512 MB interner RAM; 2GB interner ROM)
  • Aktuelles Android (ist noch 2.1, soll aber irgendwann 2011 upgedatet werden)
  • Einigermaßen vernünftige Kamera (5 MP, LED Licht)
  • Gutes Display (3,7 Zoll, Auflösung 480 x 854 Pixel)
  • aGPS
  • Gute Sprachqualität bei Telefonaten
  • Ein halbwegs akzeptabler Preis (ca. 350 EUR)

Gesamteindruck

Ich finde das Defy sehr schön, es liegt gut in der Hand und lässt sich sehr flüssig über das kapazitative Display bedienen. Man muss sich sogar sehr daran gewöhnen, nicht an die vier außerhalb des eigentlichen Displays angebrachten Funktionstasten zu kommen, da die auch sehr sensibel reagieren.

Etwas sinnlos ist die notwendige Registrierung bei Motoblur, Motoblur macht sogar Probleme, wenn man seine Kontakte bearbeiten möchte, dazu aber später mehr.

Virtuelle Tastatur und Swype

Die virtuelle Tastatur - nicht die Android-Tastatur, links oben die Swype-Taste

Die virtuelle Tastatur - nicht die Android-Tastatur, links oben die Swype-Taste

Gerade am Anfang fand ich es schrecklich schwer, die notwendigen Angaben mit der virtuellen Tastatur zu tippen. Es hilft dann sehr, das Defy quer zu halten, so dass die Tasten größer werden. Anders als bei der normalen Android-Tastatur fehlen beim Defy die Pfeiltasten, um im Text an eine bestimmte Stelle zu kommen. Um diese Pfeiltasten zu bekommen, muss man eine Swype-Bewegung von der Swype-Taste zur Shift-Taste machen, dann hat man noch mehr Bearbeitungsmöglichkeiten zur Verfügung. Überhaupt ist Swype ziemlich klasse. Man wischt damit ein ganzes Wort auf einmal ein, indem man mit dem Finger von Buchstabe zu Buchstabe zieht, und das funktioniert erstaunlich gut!

Probleme

Zwei ernsthafte Probleme konnte ich auch lösen, jedoch nicht, ohne lange zu googeln und einiges auszuprobieren.

Mit dem PC per USB auf die Speicherkarte zugreifen (unter Ubuntu)

Hier stellt man die USB-Verbindung ein

Hier stellt man die USB-Verbindung ein

Das erste war, dass ich mein Motorola nicht mit dem Rechner verbinden konnte. Zwar wurde es erkannt, aber lediglich eine .exe-Datei und einige andere Windows-spezifische Dateien wurden mir angezeigt. Nun bin ich ja Linux-Userin und kann damit gar nichts anfangen (Wine brachte auch keine Ergebnisse). Im Motorola-Forum sagte ein Mitarbeiter, Synchronisationssoftware gäbe es nur für Windows und Mac.

Irgendwo fand ich den Hinweis, es könne helfen, in den Einstellungen unter Anwendungen/Entwicklung den Debugging-Modus einzuschalten. Das funktionierte einmal halb, mir wurden Daten angezeigt, die aber scheinbar nicht die Speicherkarte betrafen und auf die kam es mir an, ich will Musik auf das Handy spielen und Fotos und Texte vom Handy auf den Rechner holen. Als ich dann nach “Massenspeicher” (so kann man bei Android 1.6 die USB-Verbindung einstellen) googelte, fand ich schließlich die Lösung: Oben in der Status-Leiste erscheint bei der USB-Verbindung ja das USB-Symbol. Wenn man jetzt die Leiste öffnet/herunterzieht, kann man auf die USB-Verbindung klicken und dort “Speicherkartenzugriff” auswählen. Voilà! Schon wird mir die SD-Karte als  2,0 GB-Dateisystem angezeigt und ich kann darauf schreiben und sie auslesen.

Kontakte auslesen und mit Google synchronisieren

Das zweite war noch trickreicher, nämlich die Bearbeitung meiner Kontakte. Ich hatte sie von meinem alten Handy auf die Simkarte schreiben lassen und dann mit der App für die Simkarten-Bearbeitung wieder ausgelesen. Nun kamen sie in hübsch verstümmelter Form auf dem Defy an. Sie mit dem virtuellen Keyboard alle einzeln zu bearbeiten macht wenig Spaß, und so war mein erster Gedanke, dass dazu ja Motoblur sinnvoll sein könnte. Also dort eingeloggt und festgestellt, dass man sich die Daten, die dort vom Handy gespeichert sind, nicht anzeigen lassen kann. Es gibt aber eine Funktion, mit der man eine CSV-Datei von den Kontakten machen kann, die man auf dem Telefon hat. Flugs auf den entsprechenden Button geklickt und eine schöne “internal error”-Fehlermeldung bekommen, die übrigens heute immer noch dort erscheint.

Eigentlich sollten sich die Kontakte völlig problemlos mit Google synchronisieren lassen. Was ich auf Google eingab, erschien dann auch auf meinem Handy, leider aber nicht das umgekehrte. Im Internet recherchiert fand ich dann, dass man bei Motorola wohl schon lange das Problem hat, dass importierte Kontakte beim Importieren entweder dem Speicherort Google zugeordnet werden oder aber nicht und in letzterem Fall lässt sich das auch nicht mehr ändern. Ich hatte aber beim Importieren gar keine Möglichkeit gehabt, einen Speicherort anzugeben.

Wie heißt es in der Sesamstraße so schön? “There’s an app for that” – und so gibt es auch eine App, um aus den Kontakten eine CVS-Datei zu machen. Diese bei Google einzulesen, war dann kein Problem. Leider jedoch wurden die dort bearbeiteten Kontakte nicht zurück synchronisiert, sondern weiterhin in der kryptischen Form angezeigt wie vorher, z. B. Müller;Sabine/1 und Müller;Sabine/2 (wenn ich von Sabine Müller zwei Telefonnummern hatte).

Hier sieht man, welchem Telefonbuch ein Kontakt zugeordnet ist

Hier sieht man, welchem Telefonbuch ein Kontakt zugeordnet ist

Beim fleißigen Herumklicken stellte ich dann fest, dass jeder meiner Kontakte sowohl dem Adressebuch Google als auch dem Adressbuch Motoblur zugeordnet war. Wählte man Google aus, dann sah man den bearbeiteten Kontakt. Obwohl man in den Einstellungen Adressbücher ein- und ausblenden kann, erschienen trotzdem in der Übersicht immer nur die verstümmelten Motoblur-Adressbuch-Daten. Also löschte ich jede einzelne Adresse von Hand, nachdem ich vorher bei GoogleMail eine CSV-Datei mit allen Daten abgelegt hatte. Dann waren sie in allen Adressbüchern meines Handys gelöscht und bei GoogleMail auch. Dort las ich dann die gespeicherte CSV-Datei wieder ein, bearbeitete sie und dann erschienen sie auch endlich im Handy korrekt.

Seither sind mein Motorola Defy und ich die besten Freunde. :-)

Android App: Age of Conquest – Spielspaß im Stil von Risiko

Author: Petra  //  Category: Android, Android Apps, Computerspiele
Age of Conquest - Spiel im Stil von Risiko

Age of Conquest - Spiel im Stil von Risiko

Das Android Spiel Age of Conquest ist eine Variante von Risiko. Der Spieler ist Inhaber von Ländereien auf einer Landkarte – in der mir vorliegenden Light-Version ist das Europa, und ich besitze eine Provinz in Italien. Ich kann Provinzen um mich herum einnehmen, indem ich Truppen hinschicke und wenn ich mehr Truppen schicke, als dort bereits sind, gewinne ich die Herrschaft über die Provinz. Dabei ist das alles grafisch nicht besonders interessant dargestellt und man sieht eigentlich nur Ländergrenzen und die Stärke der Truppen in Zahlen.

Der Clou an der Sache ist, dass man – selbst wenn man Aussichtstürme gebaut hat – nicht weiß, was die Gegner im letzten Spielzug gemacht hat. Man muss also raten, taktieren oder auf sicher gehen. Ich finde das alles sehr vergnüglich und überlege jetzt, ob ich mir die Vollversion kaufen soll, um mehr Karten und klügere AI-Gegner zu bekommen.

Nun noch Links zum Thema:

Hier kann man Age of Conquest für den Computer downloaden, es gibt Installer für Windows, Mac und Linux:
http://www.ageofconquest.com/

Hier stellt jemand das Spiel ausführlich vor, mit vielen Screenshots, vergleicht es aber mit Siedler – da hat er sich wohl vertan:
http://www.all4phones.de/forum/android-programme-apps/22903-die-siedler-klon-age-conquest-android-spiel.html

Android Apps rund um das Buch – eBooks

Author: Petra  //  Category: Android, Android Apps

Bei mir laufen etliche Apps, die mir den Spaß an Büchern versüßen – heute stelle ich euch eBook-Reader vor. Lange glaubte auch ich die Mär, dass zum Buch das haptische Erleben und der Papiergeruch gehört, bis ich im letzten Jahr abends im Bett die Hardcover Edition von Last Night in Twisted River von John Irving las. Fragt mal meinen Freund, was das für ein Gefluche war, wenn ich versuchte, bequem zu liegen und dabei das gefühlt 5 Kilogramm schwere Buch in den Händen zu halten. Seither bin ich ein Verfechter des eBooks und dieses Erlebnis mit John Irving hat maßgeblich dazu beigetragen, mir den Archos 5 zuzulegen.

Ein weiteres unschlagbares Argument ist, dass man so eine fast unbegrenzte Menge an Büchern mit in den Urlaub, den Zweitwohnsitz oder wohin auch immer mitnehmen kann, und die Bibliothek wiegt nur so viel wie ein Handy, eBook-Lesegerät oder Internet Tablet.

Aldiko

Eine Bibliothek bei Aldiko

Eine Bibliothek bei Aldiko

Das ist wahrscheinlich die bekannteste App für eBooks. Auf den neuen Archos-Geräten (z. B. dem 7.0 meines Freundes) ist sie vorinstalliert. Aldiko verfügt über einen Regler, um die Helligkeit des Displays zu verändern, reagiert auf das Drehen des Geräts und verfügt über diverse voreingestellte Bibliotheken, aus denen man kostenlose und kostenpflichtige Bücher erhält. Weitere Quellen können hinzugefügt werden, was vor allem für Leser von deutschsprachigen Büchern wichtig ist, da es unter den installierten Listen wenig hochwertige deutsche Bücher gibt. So kann z. B. die Bibliothek des Projekts Gutenberg-DE integriert werden.

Natürlich können auch einzelne Bücher im epub-Format einfach in den Speicher des Geräts geladen werden, dort werden sie allerdings nur gefunden, wenn sie in einem Unterverzeichnis von “eBooks” liegen, das “import” heißt – entweder auf der sdcard oder im Hauptverzeichnis.

In meiner Version öffnet sich die App übrigens nicht im Buch an der letzten Stelle, sondern in meinem Bookshelf bei den zuletzt geöffneten Büchern. Das finde ich eigentlich nicht so toll – ist aber nur ein Klick mehr, das Buch öffnet sich innerhalb von Sekunden dort, wo man zuletzt war.

Mit meinem Archos 5 habe ich manchmal das Problem, dass sich Seiten verschieben, d. h. die Buchseite wird zu weit nach rechts geschoben. Das, was dann rechts fehlt (nur ein oder zwei Buchstaben der längeren Zeilen) erscheint stattdessen links.

FB Reader

Eine Buchseite im FB Reader

Eine Buchseite im FB Reader

Manchmal kommt es vor, dass Aldiko sich weigert, ein epub zu erkennen und zu importieren. In diesen Fällen hat es bei mir jederzeit mit dem FB Reader geklappt. Den gibt es übrigens auch für den Desktop Computer, nicht nur als Android App – nützlich, um sich konvertierte Bücher anzusehen oder kurze Texte zu lesen.

Außer epub liest dieses Programm auch ein russisches Format namens fb2, das Palm e-book Format plucker, Mobipocket-Bücher ohne DRM sowie gepackte Bücher in tar-, zip-, gzip- und bzip2-Archiven.

Man stellt fest ein, wie die Seiten angezeigt werden, so dass diese nicht mit dem Gerät rotieren. Ich finde das ganz praktisch, weil ich gern im Liegen lese und dann das Display quer halte, aber trotzdem hochkant lesen will – falls ihr versteht, was ich meine. ;-)

Außerdem sieht man im Gegensatz zu Aldiko immer, wo im Buch man sich befindet.

Kindle

Kindle App mit diversen Leseproben

Kindle App mit diversen Leseproben

Schon länger hatte ich mir überlegt, einen Kindle zuzulegen. Mit der Kindle App ist das nicht mehr notwendig. Man legt einen Account bei amazon an, sucht dort Bücher und kauft sie – dabei springt man ständig zwischen App und Browser hin und her. Sie werden dann unmittelbar heruntergeladen, bleiben aber auch bei Amazon für den Käufer verfügbar, wenn man sie z. B. auf ein anderes Android-Gerät herunterladen möchte. Die Kindle-App ist dabei ein vollwertiger eBook-Reader, der sehr angenehm in der Bedienung ist. Lediglich der Helligkeitsregler fehlt mir, aber man kann die Helligkeit auch anders einstellen.

Sehr schön ist, dass man überall wo man Internet hat, neue Bücher kaufen kann. Noch toller ist es, dass man sich von allen interessant klingenden Büchern eine sehr lange Leseprobe schicken lassen kann und das Buch nur kaufen muss, wenn die ersten 20 oder mehr Seiten gefallen haben.

Weniger schön ist, dass die Kindle-Versionen tatsächlich ein paar Dollar teurer sind als die Taschenbuch-Ausgaben – das will ich gar nicht einsehen, auch wenn die Verlage behaupten, dass eBooks in der Produktion sogar teurer seien als Printprodukte, nicht zuletzt, weil Autoren daran einen größeren Prozentsatz verdienen. Noch weniger schön ist, dass Amazon die Möglichkeit hat, ein Buch vom eigenen Gerät zu löschen – dies ist einmal nach Rechtstreitigkeiten passiert, als Amazon das Recht am Verkauf eines Buches verloren hat. Und natürlich fehlt die Möglichkeit, das Buch zu verleihen oder weiterzuverschenken, es sei denn, man bedient sich illegaler Tricks.

Zur Vollständigkeit: Auch im Kindle-Shop gibt es kostenlose Bücher, z. B. solche, die rechtefrei geworden sind, aber auch Interviews mit Autoren und dergleichen.

Die Links auf “Last Night in Twisted River” und “Archos 5″ sind Affiliate Links (Werbung).

Das perfekte Handy?

Author: Petra  //  Category: Android, Hardware, Mobiltelefone

Für mich gibt es das derzeit nicht. Ich suche nämlich ein Handy mit einer richtig guten Kamera und Blitz. Es soll aber auch ein Android-Gerät sein, weil ich auf meinem Archos 5 IT täglich sehe, wie gut mir das gefällt, und welche nützlichen Apps es gibt. Am liebsten hätte ich auch eine QWERTZ-Tastatur, die ist aber nicht Bedingung. Zu groß soll es nicht sein, aber auch nicht zu klein und aGPS hätte ich gern.

Motorola Milestone 2

Motorola Milestone 2

Im Dezember soll das Motorola Milestone 2 kommen, das ist dann auch schnell genug und – wenn die Kamera ok ist – verfügt über alles, was ich brauche. Allerdings ist es nicht gerade billig: Amazon bietet es zum Vorbestellen für 499,99 EUR an. *hust* Es ist aber mit Tastatur, 1 GHz Prozessor, 512 MB Arbeitsspeicher, Tastatur, Dual-LED-Blitz und verbesserter 5-MP-Kamera wirklich gut ausgestattet.

Ich fragte neulich schon, warum man eigentlich nicht sein Handy selbst zusammenstellen kann, analog zum Computer. Da kann man ja auch entscheiden, ob einem eine schnelle Grafikkarte wichtig ist oder eher eine große Festplatte usw.

Tatsächlich scheint es sowas demnächst zu geben. Bei Synapse Smartphones kann man tatsächlich wählen, wie groß die Kamera sein soll, ob man WLan braucht, welche Ausgänge das Gerät haben soll, wie groß der Arbeitsspeicher sein wird und noch einiges mehr. Allerdings werden die Handys auf jeden Fall mit Android 2.2 ausgeliefert, da hat man keine Wahlmöglichkeit.

Falls die Kamera etwas taugt (man kann zwischen 5, 8 und 12 MP wählen und auch ein LED oder Xenon-Flash einbauen lassen), wäre das durchaus was für mich. Da fehlt dann nur die Tastatur, aber daran soll es nicht scheitern. Das von mir konfigurierte Handy würde knapp 400 EUR kosten, da spare ich 100 gegenüber dem Milestone 2 und habe eine Kamera mit mehr MP und echtem Xenon-Blitz. Tja, wir werden sehen…

Bisher kann man dort erst vorbestellen und die ersten Geräte werden erst 2011 ausgeliefert. Da man per Vorkasse dabei ist, werde ich auf die ersten Kundenrückmeldungen warten. Oder habe bis dahin doch das Motorola gekauft. Oder was anderes. ;-)

Archos 7.0 und 10.1 Internet Tablet – viel preiswerter als Samsung Galaxy Tab und Apple iPad

Author: Petra  //  Category: Android, Hardware

Erst sorgte das iPad von Apple für Schlagzeilen – das tun Apple-Produkte immer, auch wenn die Nicht-Fans das selten verstehen. Nun ist das Samsung Galaxy Tab in den Läden – ich konnte es kürzlich im MediaMarkt und bei Saturn bewundern.

Das Internet Tablets des französischen Herstellers Archos in 7 und 10 Inch erhältlich

Das Internet Tablets des französischen Herstellers Archos in 7 und 10 Inch erhältlich

Aber in Kürze wird ein Gerät erscheinen, das den beiden sehr ähnelt, aber für den halben Preis verkauft wird: das Archos 7.0 Internet Tablet, bzw. in iPad-Größe Archos 10.1. Eigentlich sollte es noch im Oktober 2010 auf den Markt kommen, aber Amazon gibt Dezember/Januar als Lieferdatum an.

Der französische Hersteller Archos hat durchaus Erfahrung mit der Materie, es gibt seit einiger Zeit Internet-Tablets verschiedener Größe. So besitze ich einen Archos 5 Android Tablet – und nutze ihn als MP3- und Video-Player, als eBookReader, mobiles Surfgerät, spiele damit und liebe ihn heiß und innig.

Für die neue Generation der Archos Internet Tablets gibt es schon Ansichtsexemplare, so kann man auf http://archosfans.com mehrere Videos über die ersten Eindrücke mit dem Archos 7.0 anschauen. Das Testmodell läuft allerdings noch mit Android 2.1 während die endgültigen Exemplare mit Android 2.2 ausgeliefert werden sollen.

Anders als die bisherigen Archos Internet Tablets wird die neue Generation mit Kapazitiv-Multitouch Display ausgestattet sein. Man muss also keinen starken Druck ausüben, damit die Eingabe vom Gerät registriert wird. Auch ist Multitouchzoom möglich.

Das Archos 7.0 hat die gleiche Größe wie das Samsung Galaxy Tab. Es wird bei Amazon in zwei Preisklassen erhältlich sein: die flachere und leichtere Flashspeicherversion mit 8 GB Speicher und Micro SDHC Slot wird EUR 249,97 kosten. Die Variante mit einer 250 GB Festplatte wird für EUR 299,97 zu haben sein. Das Display hat eine Auflösung von 800 x 480 Pixeln. Zum Vergleich: Das Samsung Galaxy Tab hat die bessere Auflösung (1024 x 600 Pixel), verfügt über HSDPA und besitzt sonst ähnliche Features. Es kostet bei Amazon EUR 682,89.

Das Apple iPad hat eine Auflösung von 1024 x 768 Pixeln. Je nach Ausstattung ist es zwischen etwa EUR 500 und 800 zu haben. Das ähnlich große Archos 10.1 verfügt über eine Auflösung von 1024 x 600 Pixeln. Es wiegt 480 Gramm und ist damit deutlich leichter als die Konkurrenz von Apple, die um die 700 Gramm wiegt. Die 8GB-Version wird bei Amazon für EUR 299,97 angeboten.

Falls ihr Linux-User seid, so wie ich, wird euch interessieren, dass sich die Archos-Geräte problemlos auch über Linux mit Daten versorgen lassen. Bei meinem Archos 5 Internet Tablet kann ich lediglich die Micros-SD-Karte nicht über den Rechner bespielen – die muss ich herausnehmen und in den CardReader stecken. Aber vielleicht ist das mit der neuen Android-Version ja auch verbessert worden.