Android Apps rund um das Buch – eBooks

Author: Petra  //  Category: Android, Android Apps

Bei mir laufen etliche Apps, die mir den Spaß an Büchern versüßen – heute stelle ich euch eBook-Reader vor. Lange glaubte auch ich die Mär, dass zum Buch das haptische Erleben und der Papiergeruch gehört, bis ich im letzten Jahr abends im Bett die Hardcover Edition von Last Night in Twisted River von John Irving las. Fragt mal meinen Freund, was das für ein Gefluche war, wenn ich versuchte, bequem zu liegen und dabei das gefühlt 5 Kilogramm schwere Buch in den Händen zu halten. Seither bin ich ein Verfechter des eBooks und dieses Erlebnis mit John Irving hat maßgeblich dazu beigetragen, mir den Archos 5 zuzulegen.

Ein weiteres unschlagbares Argument ist, dass man so eine fast unbegrenzte Menge an Büchern mit in den Urlaub, den Zweitwohnsitz oder wohin auch immer mitnehmen kann, und die Bibliothek wiegt nur so viel wie ein Handy, eBook-Lesegerät oder Internet Tablet.

Aldiko

Eine Bibliothek bei Aldiko

Eine Bibliothek bei Aldiko

Das ist wahrscheinlich die bekannteste App für eBooks. Auf den neuen Archos-Geräten (z. B. dem 7.0 meines Freundes) ist sie vorinstalliert. Aldiko verfügt über einen Regler, um die Helligkeit des Displays zu verändern, reagiert auf das Drehen des Geräts und verfügt über diverse voreingestellte Bibliotheken, aus denen man kostenlose und kostenpflichtige Bücher erhält. Weitere Quellen können hinzugefügt werden, was vor allem für Leser von deutschsprachigen Büchern wichtig ist, da es unter den installierten Listen wenig hochwertige deutsche Bücher gibt. So kann z. B. die Bibliothek des Projekts Gutenberg-DE integriert werden.

Natürlich können auch einzelne Bücher im epub-Format einfach in den Speicher des Geräts geladen werden, dort werden sie allerdings nur gefunden, wenn sie in einem Unterverzeichnis von “eBooks” liegen, das “import” heißt – entweder auf der sdcard oder im Hauptverzeichnis.

In meiner Version öffnet sich die App übrigens nicht im Buch an der letzten Stelle, sondern in meinem Bookshelf bei den zuletzt geöffneten Büchern. Das finde ich eigentlich nicht so toll – ist aber nur ein Klick mehr, das Buch öffnet sich innerhalb von Sekunden dort, wo man zuletzt war.

Mit meinem Archos 5 habe ich manchmal das Problem, dass sich Seiten verschieben, d. h. die Buchseite wird zu weit nach rechts geschoben. Das, was dann rechts fehlt (nur ein oder zwei Buchstaben der längeren Zeilen) erscheint stattdessen links.

FB Reader

Eine Buchseite im FB Reader

Eine Buchseite im FB Reader

Manchmal kommt es vor, dass Aldiko sich weigert, ein epub zu erkennen und zu importieren. In diesen Fällen hat es bei mir jederzeit mit dem FB Reader geklappt. Den gibt es übrigens auch für den Desktop Computer, nicht nur als Android App – nützlich, um sich konvertierte Bücher anzusehen oder kurze Texte zu lesen.

Außer epub liest dieses Programm auch ein russisches Format namens fb2, das Palm e-book Format plucker, Mobipocket-Bücher ohne DRM sowie gepackte Bücher in tar-, zip-, gzip- und bzip2-Archiven.

Man stellt fest ein, wie die Seiten angezeigt werden, so dass diese nicht mit dem Gerät rotieren. Ich finde das ganz praktisch, weil ich gern im Liegen lese und dann das Display quer halte, aber trotzdem hochkant lesen will – falls ihr versteht, was ich meine. ;-)

Außerdem sieht man im Gegensatz zu Aldiko immer, wo im Buch man sich befindet.

Kindle

Kindle App mit diversen Leseproben

Kindle App mit diversen Leseproben

Schon länger hatte ich mir überlegt, einen Kindle zuzulegen. Mit der Kindle App ist das nicht mehr notwendig. Man legt einen Account bei amazon an, sucht dort Bücher und kauft sie – dabei springt man ständig zwischen App und Browser hin und her. Sie werden dann unmittelbar heruntergeladen, bleiben aber auch bei Amazon für den Käufer verfügbar, wenn man sie z. B. auf ein anderes Android-Gerät herunterladen möchte. Die Kindle-App ist dabei ein vollwertiger eBook-Reader, der sehr angenehm in der Bedienung ist. Lediglich der Helligkeitsregler fehlt mir, aber man kann die Helligkeit auch anders einstellen.

Sehr schön ist, dass man überall wo man Internet hat, neue Bücher kaufen kann. Noch toller ist es, dass man sich von allen interessant klingenden Büchern eine sehr lange Leseprobe schicken lassen kann und das Buch nur kaufen muss, wenn die ersten 20 oder mehr Seiten gefallen haben.

Weniger schön ist, dass die Kindle-Versionen tatsächlich ein paar Dollar teurer sind als die Taschenbuch-Ausgaben – das will ich gar nicht einsehen, auch wenn die Verlage behaupten, dass eBooks in der Produktion sogar teurer seien als Printprodukte, nicht zuletzt, weil Autoren daran einen größeren Prozentsatz verdienen. Noch weniger schön ist, dass Amazon die Möglichkeit hat, ein Buch vom eigenen Gerät zu löschen – dies ist einmal nach Rechtstreitigkeiten passiert, als Amazon das Recht am Verkauf eines Buches verloren hat. Und natürlich fehlt die Möglichkeit, das Buch zu verleihen oder weiterzuverschenken, es sei denn, man bedient sich illegaler Tricks.

Zur Vollständigkeit: Auch im Kindle-Shop gibt es kostenlose Bücher, z. B. solche, die rechtefrei geworden sind, aber auch Interviews mit Autoren und dergleichen.

Die Links auf “Last Night in Twisted River” und “Archos 5″ sind Affiliate Links (Werbung).

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